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Aktuell

Happy Birthday, Richard!

Am 22. Mai 2016 ist der 203. Geburtstag von Richard Wagner. Unter Beers Tipps finden Sie zwei Gl√ľckwunsch-Artikel. Und als ob der ¬ĽMeister¬ę pers√∂nlich ein Auge drauf gehabt h√§tte, ver√∂ffentlichen wir an seinem Ehrentag unter Reisen erstmals alle¬†Details zu unserer diesj√§hrigen gro√üen Musik & Kunstfahrt im September!¬†

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Festspielkarten gibt es wieder online

Am 18. Mai gibt es ab 14 Uhr online wieder Festspielkarten zu kaufen, nachdem der Online-Kartenverkauf schon nach dem Erstverkaufstag am 1. Februar 2016 wieder geschlossen worden war. Angek√ľndigt wurde die Aktion sehr kurzfristig heute auf der Homepage der Bayreuther Zeitung und¬†des Bayerischen Rundfunks. Alles Weitere unter http://ticketshop.bayreuther-festspiele.de/de

 

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Pfingstmontags-¬ĽMeistersinger¬ę

Nicht vergessen: Am 16. Mai um 16 Uhr wird auf BR Klassik live die Premiere der Meistersinger-Neuinszenierung aus der Bayerischen Staatsoper M√ľnchen √ľbertragen¬†‚Äď eine exzellent besetzte¬†Produktion unter der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko, deren erste Auff√ľhrungen bis zur Sommerpause¬†binnen weniger Minuten ausverkauft waren. Weitere Infos unter https://www.br-klassik.de/programm/radio/ausstrahlung-684858.html und unter

https://www.staatsoper.de/staatsoper/stueckinfo/die-meistersinger-von-nuernberg/2016-05-16-16-00.html?tx_sfstaatsoper_pi1%5BfromSpielplan%5D=1&tx_sfstaatsoper_pi1%5BpageId%5D=545&cHash=914aa2a3dd9c8e93f6d540293ae606b1

Das √§u√üerlich und inhaltlich hochwertige Max Joseph-Magazin der Staatsoper besch√§ftigt sich¬†in seiner j√ľngsten Ausgabe ebenfalls mit Wagners Meistersingern, unter anderem mit einer Frageaktion an K√ľnstler und Kulturschaffende. Es liest sich spannend, wie die Antworten zum Teil einhellig, zum Teil unterschiedlich ausfallen auf die Frage, wie vermessen Kunst¬†sein darf, welche Regeln sie braucht, wonach sich ihr Wert bemisst¬†wo Kunst irrt¬†‚Äď und was Oper ist, kann und muss. Eine hilfreiche Lekt√ľre f√ľr Anf√§nger und Fortgeschrittene. Download unter https://www.staatsoper.de/maxjoseph.html¬†frei nach Hans Sachsen Fliedermonolog:

 

¬ĽIch f√ľhl's¬†‚Äď und kann's nicht versteh'n ‚Äď

kann's nicht behalten¬†‚Äď doch auch nicht vergessen;

und fass ich es ganz¬†‚Äď kann ich's nicht messen!

Doch wie wollt' ich auch messen,

was unermesslich mir schien?

Kein' Regel wollte da passen

und war doch kein Fehler drin.¬ę

 

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Busse-Vortrag am 10. Mai fällt leider aus

Leider musste Intendant Bodo Busse aus Coburg den heutigen Vortrag bei uns wegen einer akuten Erkrankung absagen. Er wird den Vortrag aber gerne zu einem sp√§teren Zeitpunkt nachholen. Wir hoffen sehr, dass diese Nachricht Sie noch rechtzeitig erreicht und Sie heute Abend nicht umsonst zum Bamberger Hof kommen, denn so kurzfristig sind wir nicht in der Lage, einen Ersatz aufzutreiben. Wir melden uns gerne wieder, sobald wir den Nachholtermin wissen und/oder sonstige Neuigkeiten f√ľr Sie haben.

 

 

Seit Montag wird wieder gemahlert!

Wer einmal dabei war, macht es immer wieder und besucht alle öffentlichen Runden im Mahler-Dirigenten-Wettbewerb der Bamberger Symphoniker, denn das ist eine wunderbare Schule des Hörens. Wann und wo sonst hat man die Gelegenheit zum direkten Interpretationsvergleich? Hier die Termine:

Montag, 9. Mai
10.00 bis 12.30 Uhr: Hauptrunde
17.00 bis 19.30 Uhr: Hauptrunde

Dienstag, 10. Mai
10.00 bis 12.30 Uhr: Hauptrunde

Mittwoch, 11. Mai
10.00 bis 12.30 Uhr: Semifinale
17.00 bis 19.30 Uhr: Semifinale

Donnerstag, 12. Mai
10.00 bis 11.00 Uhr: Semifinale 
17.00 bis 20.00 Uhr: Finale

Freitag, 13. Mai
19.00 Uhr: Abschlusskonzert, dirigiert vom ersten Preisträger oder dem Wettbewerbsgewinner

 

Aktuelle Termine finden Sie unter https://www.bamberger-symphoniker.de/the-mahler-competition/ablauf.html

 

 

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Maistersingermonat

Einige unserer Mitglieder sind im Monat Mai vor allem in Sachen Die Meistersinger von N√ľrnberg¬†unterwegs: Eine Fahrgemeinschaft besucht am 8. Mai die Derniere der Inszenierung am Opernhaus in Chemnitz (Regie: Michael Heinicke, Dirigent: Frank Beermann), die am 19. M√§rz 2016¬†zum ersten Mal gezeigt wurde.

Am 16. Mai folgt die Premiere der Meistersinger-Neuinszenierung an der Bayerischen Staatsoper¬†(Regie: David B√∂sch, Dirigent: Kirill Petrenko, mit Wolfgang Koch als Sachs, Jonas Kaufmann als Stolzing und Markus Eiche als Beckmesser), die um 16 Uhr auch live im Radio auf BR Klassik √ľbertragen wird. Und zum Monatsende, am 29. Mai, gibt es in Erfurt eine weitere Meistersinger-Premiere (Regie: Vera Nemirova, Dirigentin: Joana Mallwitz), eine Produktion, die im Herbst unter der musikalischen Leitung von Kirill Karabits, der Konzertfreunden schon¬†von seinen Auftritten in Bamberg her ein Begriff ist,¬†auch in Weimar¬†aufgef√ľhrt wird. Mehr dazu sp√§ter unter Beers Tipps.

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Unsere nächste Veranstaltung

Es gab Zeiten, aber das ist Gott sei Dank schon l√§nger her, da wurden Wagnerianer-Nasen gerne ger√ľmpft, wenn mittlere oder gar kleinere Theater sich an die Werke des ¬ĽMeisters¬ę wagten. Dabei gab es schon immer Wagner-Auff√ľhrungen an H√§usern, die weder eine gro√üe B√ľhne noch ein so gro√ües Orchester hatten, wie es die Originalpartitur vorschreibt. Richard Wagner selbst hatte aus naheliegenden Gr√ľnden nichts dagegen, wenn seine Opern mit einer reduzierten Orchesterbesetzung aufgef√ľhrt wurden, denn nur dann konnten mehr Tantiemen flie√üen. Weithin bekannt sind vor allem die Fassungen von Alfons Abbass, einem Musiker der Meininger Hofkapelle, dessen Ring-Bearbeitung erstmals 1906/07 am damaligen Herzoglichen S√§chsischen Hoftheater Coburg-Gotha aufgef√ľhrt wurde.

 

Doch es wird nicht nur um die ¬ĽCoburger Fassungen¬ę gehen, wenn Bodo Busse (Foto: Andrea Kremper), seit der Spielzeit 2010/11 Intendant des Landestheaters, bei uns √ľber Wagner in Coburg: damals und heute spricht. Bei seinem Nachholtermin, der noch nicht fest steht, wird Busse¬†im Hotel Bamberger Hof unter anderem √ľber die Besuche Wagners in Coburg berichten, √ľber die B√ľhnenbildwerkstatt der Gebr√ľder Br√ľckner, Wagners Lieblingss√§ngerin Wilhelmine Schr√∂der-Devrient, die in Coburg gastierte und dort auch starb ‚Äď und nicht zuletzt √ľber die Wagner-Auff√ľhrungstradition an seinem Haus, die mit dem Tannh√§user 1854 begann und mit dem auch von weitgereisten Wagnerianern gefeierten Lohengrin in der Saison 2013/14 garantiert noch nicht zu Ende ist.

 

Zur Person: Nach seinem Abitur in Filderstadt studierte Bodo Busse

Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft und Rhetorik in T√ľbingen. Er besuchte mehrere Meisterkurse f√ľr Opernregie bei Ruth Berghaus. Nach diversen Praktika und Assistenzen an der Staatsoper Stuttgart und am Opernhaus Z√ľrich ging er als Musikdramaturg an das Staatstheater Mainz. Sp√§ter wechselte er als Musikdramaturg und Assistent des Generalintendanten John Dew an das Theater Dortmund. Am Stadttheater Gie√üen war er Gesch√§ftsf√ľhrender Dramaturg mit Regieverpflichtung, bevor er von Dr. Manfred Beilharz als Musikdramaturg und Mitglied der Opernleitung an das Hessische Staatstheater Wiesbaden berufen wurde. Bodo Busse ist langj√§hriges Jury-Mitglied des internationalen Gesangswettbewerbs ¬ĽGerman-Australian Opera Grant¬ę, der j√§hrlich in Melbourne ausgetragen wird. Seit der Spielzeit 2010/2011 ist Bodo Busse als Intendant am Landestheater Coburg t√§tig, wobei er pro Saison auch mindestens eine Regiearbeit einbringt, darunter die Urauff√ľhrung der Musicaloper Dorian Gray, die Lohengrin-Oper von Salvatore Sciarrino, die szenische Collage Der Welt abhanden gekommen mit Musik von Gustav Mahler und Claude Vivier und zuletzt im Januar dieses Jahres Schuberts Winterreise (in der Orchesterfassung von Hans Zender und der Ausstattung unseres Mitglieds Karlheinz Beer).

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Faszinierender ¬ĽTristan¬ę in Landshut

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Ensembleszene¬†vom Ende¬†des 1. Akt der Tristan-Inszenierung von Stefan Tilch im B√ľhnenbild des Bamberger K√ľnstlers Karlheinz Beer¬†¬†¬† Foto: Peter Litvai

 

Begeistert waren am Ende alle: Unsere Kunst- und Opernfahrt nach Landshut am 10. April war ein voller Erfolg. Beeindruckend schon die kundige F√ľhrung durch das in einen Bergstollen gebaute Skulpturenmuseum von Fritz Koenig, die Lust aufs Wiederkommen machte. Auch das anschlie√üende Mittagessen im Schlosshotel Sch√∂nbrunn war ein Genuss. Ganz zu schweigen von der Neuinszenierung von Wagners Tristan und Isolde im Theaterzelt des Niederbayerischen Landestheaters, einem Renovierungsprovisorium, in dem au√üer der √ľberm√§√üigen Heizung nichts provisorisch war ‚Äď entgegen mancher Bef√ľrchtung selbst die Akustik nicht. Im Gegenteil: Keiner der 28 Tristan-Besucher aus dem durch das A-Orchester der Symphoniker verw√∂hnten Bamberg merkte, dass die um immerhin √ľber zwanzig Musiker aufgestockte Niederbayerische Philharmonie zumindest, was den Tariflohn betrifft, nur ein D-Orchester ist.

 

Zudem gab es am Sonntag eine Ausnahme- und Notsituation: GMD Basil Coleman, der noch am Freitag die umjubelte Premiere dirigiert hatte ‚Äď bei der Premierenfeier erz√§hlte Intendant Stefan Tilch, dass ein Landshuter Opernfreund, der seit √ľber vierzig Jahren alle Premieren miterlebte, ihm sagte, dass es noch nie einen solchen Beifall gegeben habe ‚Äď musste wegen einer pl√∂tzlichen Erkrankung absagen. Uwe Sandner, GMD am Pfalztheater Kaiserslautern, der erst am Samstag dort die Premiere einer Tristan-Neuinszenierung dirigiert hatte, sprang ein und l√∂ste die schwierige Aufgabe mit den quasi auf der Stuhlkante sitzenden Musikern und den noch konzentrierteren S√§ngern so souver√§n, dass man nur staunen konnte. Eine einzigartige Gesamtleistung.

 

Dass die rundherum √ľberzeugende Annette Seiltgen nur zwei Tage zuvor ihre erste Isolde, der s√§ngerdarstellerisch unter die Haut gehende Stephan Bootz seinen ersten K√∂nig Marke und Anne-Theresa M√łller ihre erste Brang√§ne gesungen hatten, dass George Humphrey an diesem Abend sein Tristan-Deb√ľt √ľberhaupt feierte, merkte man den Interpreten nicht an. Bleibt noch zu berichten, dass auch szenisch der Funken √ľbersprang. Die Inszenierung von Intendant Stefan Tilch im sich von Akt zu Akt ver√§ndernden Museumsraum von Karlheinz Beer mit den Videos von Florian R√∂dl und den Kost√ľmen von Ursula Beutler ist ein bannendes Kammerspiel mit einigen Szenen, die man so noch nicht gesehen, verstanden und nachempfunden hat. Termine und Fotos von Peter Litvai zur Auff√ľhrung gibt es unter http://www.landestheater-niederbayern.de/events/128

 

Unser RWV-Mitglied Karlheinz Beer arbeitet in Passau konkret l√§ngst an seinem n√§chsten Opernb√ľhnenbild. Am 14. Mai 2016 hat in der Dreil√§nderhalle Passau ‚Äď auch das ein gr√∂√üerer Spielort des Theaters als sonst ‚Äď Giuseppe Verdis Aida in der Regie des britischen Regisseurs Stephen Medcalf Premiere. In Landshut wird die Inszenierung bei gutem Wetter als Freilichtauff√ľhrung im Prantlgarten gezeigt, also just dort, wo auch das eingangs erw√§hnte Skulpturenmuseum situiert ist.

  

 

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Wagnerurenkelin Daphne Wagner und Tristan-B√ľhnenbildner Karlheinz Beer bei der Premierenfeier im Landshuter Theaterzelt am 8. April 2016¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Foto: Monika Beer¬†

 

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Dagny Beidler ist ein Symphoniker-Fan

Wagner-Urenkelin Dagny Beidler, die¬†Enkelin¬†von Isolde Beidler, der ersten gemeinsamen Tochter von Richard¬†und Cosima Wagner,¬†¬†und Musikologin und Wagnerkennerin Professor Eva Rieger kamen zu ihrem Vortrag in Bamberg schon einen Tag fr√ľher, um die Bamberger Symphoniker, die sie unter anderem schon von etlichen Auftritten¬†beim Luzern-Festival kannten und bewunderten, auch in ihrer eigenen Konzerthalle erleben zu k√∂nnen. Nach dem Konzert am 4. April schrieb die Wagner-Urenkelin aus dem schweizerischen Familienzweig √ľber ihre unvergesslichen Eindr√ľcke wie folgt: ¬ĽNoch immer klingt das Konzert der Bamberger Symphoniker in mir nach. Die Interpretation der 3. Mahler war eine Offenbarung. Diese Hingabe des Orchesters und dieses einf√ľhlende Dirigat von Jonathan Nott waren ein H√∂hepunkt in meinem Konzertleben. Es war einfach √ľberw√§ltigend. Es war auch festzustellen, wie stolz die Bamberger auf ihr Orchester sind.¬ę

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Ein Blaustrumpf als Bildungsl√ľcke

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Die feministische Musikologin Eva Rieger (links), Wagner-Urenkelin Dagny Beidler (rechts) und im Hintergrund ein Bildnis von Malwida von Meysenbug                      Foto: Anja Hartmann

 

Dass Richard Wagner die unterschiedlichsten Menschen in seinen Bann ziehen konnte, ist bekannt. F√ľr viele eine Bildungsl√ľcke schloss sich am 5. April mit dem gemeinsamen Vortrag von Wagner-Urenkelin Dagny Beidler aus dem schweizerischen Winterthur und der feministischen Musikologin Eva Rieger

aus Vaduz in Liechtenstein √ľber Malwida von Meysenbug (1816‚Äď1903). Die aus Kassel stammende Schriftstellerin war nicht nur eine sehr erfolgreiche Autorin, deren Memoiren einer Idealistin sich zum Missfallen Wagners besser verkauften als dessen Autobiografie, sondern war eine politisch aufgekl√§rte, demokratisch und liberal gesinnte Frau, die aus gutem Grund als eine Vorl√§uferin der Frauenemanzipation gilt. Dass sie eine Idealistin war, l√§sst sich schon daran ablesen, dass sie sich trotz ihrer adeligen Herkunft mit Herz und Hirn der 1848er Revolution verschrieb und als unverheiratetes Fr√§ulein zeitlebens f√ľr das Recht der Frauen auf Bildung und Arbeit k√§mpfen sollte.

 

¬ĽNoch sah ich meinen Weg nicht klar¬ę, schrieb sie in ihren Erinnerungen √ľber ihre jungen Jahre, ¬Ľwusste noch nicht, wie ich verwirklichen sollte, was sich in meinen

Gedanken bewegte, aber ich f√ľhlte, dass das Ziel meines Lebens hinfort sein werde, an der Emanzipation der Frauen von den engen Grenzen, welche die Gesellschaft ihrer Entwicklung gesteckt hat, und von den Kleinlichkeiten und der Unwissenheit, welche die Folgen davon waren, arbeiten zu helfen.¬ę Was das konkret im 19. Jahrhundert bedeutete, schilderten die Referentinnen einpr√§gsam am Beispiel von Malwidas Brotberuf in ihrem britischen Exil als Hauslehrerin und Gouvernante.

 

Erstaunlicherweise war sie schon aufgrund einiger theoretischer Schriften und noch in Unkenntnis der Musik eine Wagnerianerin. Auf das erste, noch k√ľhle Treffen der beiden in London, wo Malwida zeitweise lebte, folgten viele weitere, darunter zur ausgepfiffenen ‚ÄěTannh√§user‚Äú-Urauff√ľhrung in Paris und den ersten Festspiel-Auff√ľhrungen in Bayreuth. Sie fand Aufnahme in den engsten Freundes- und Familienkreis, obwohl Wagner gebildete und emanzipierte Frauen wie sie sonst gerne als Blaustr√ľmpfe bezeichnete, war in Wahnfried ebenso gerne gesehen wie bei diversen Aufenthalten der Wagners in Italien, wo Malwida sich zuletzt niederlie√ü.

 

Der informative und inspirierende Vortrag gewann seine Lebendigkeit auch durch die abwechselnd, mit unterschiedlichen Stimm- und Dialektfarben sprechenden Referentinnen, die anschlie√üend einige ihrer B√ľcher signierten und sich mit den Besuchern, die in den sch√∂nen Dachgeschoss-Saal der Stadtb√ľcherei gekommen waren, noch l√§nger angeregt austauschten. Beidler und Rieger waren √ľbrigens schon tags zuvor gekommen und konnten unter anderem auf Einladung der Bamberger Symphoniker das legend√§re Dutilleux- und Mahlerkonzert mit der Sopranistin Barbara Hannigan und der Altistin Gerhild Romberger unter Jonathan Nott erleben, was die nicht erst seit dem halbkonzertanten Ring in Luzern schon vorhandene Begeisterung der beiden f√ľr unser Orchester nur noch gr√∂√üer machte. Apropos Luzern: In Bamberg fand die Premiere ihres Meysenbug-Vortrags statt, die n√§chste Station wird im November die Wagnervilla in Tribschen sein.

 

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Dagny Beidler (rechts), Eva Rieger (links) und RWV-Vorsitzende Jasenka Roth nach dem Meysenbug-Vortrag in Saal der Stadtb√ľcherei¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Foto: Anja Hartmann

 

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Perlen aus der Tiefe der ¬ĽWinterreise¬ę

Laut Kurt Tucholsky hat jedes Gl√ľck einen kleinen Stich: Der wunderbare Winterreise-Abend am 21. M√§rz 2016 von und mit Hugo Scholter im Bamberger Hof schlug die Besucher, darunter Winterreise-Interpret und Bariton Christoph von Weitzel aus Bad Windsheim,¬†nachhaltig in Bann. RWV-Bamberg-Vorsitzende Jasenka Roth res√ľmierte denn auch: ¬ĽHugo Scholter hat f√ľr uns die Perlen aus der Tiefe geholt.¬ę Nur bedauerten all jene, die im Januar¬†den¬†24-teiligen Liederzyklus in Coburg erleben konnten, dass es die kenntnisreiche Einf√ľhrung erst jetzt¬†gab. Schon die von Scholter ausgew√§hlten Musikbeispiele machten klar, wie unterschiedlich S√§nger und Pianisten das Schubert-Werk angehen. Was den Referenten aber nicht davon abhielt,¬†inhaltlich klare¬†Aussagen und Kommentare zu geben. Und wer wei√ü: Vielleicht wird die von ihm inszenierte Winterreise mit Christoph von Weitzel nach √ľber hundert Vorstellungen¬†2017 endlich auch in Bamberg zu erleben sein?¬†

 

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Bariton und Winterreise-Interpret Christoph von Weitzel (links) und unser Mitglied Hugo Scholter, seines Zeichens Schauspieler, Regisseur, Musiker und Gesangspädagoge (rechts)

Foto: Eva-Suzanne Bayer

 

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Wagner, Verdi und vor allem: Wir!

Unser Gast aus Dortmund, der Journalist, Wagnerbuch-Autor und Professor¬†Holger Noltze, √ľberraschte die Zuh√∂rer¬†am 11. M√§rz 2016¬†mit seiner¬†relativ sp√§t erwachten hohen Wertsch√§tzung f√ľr Giuseppe Verdis Opern, machte aber im Gespr√§ch mit Matthias Hain, dem kundigen Fragesteller, PR-Referenten der Bamberger Symphoniker und zeitweiligen RWV-Bamberg-Vorsitzenden, klar, dass Wagner¬†nat√ľrlich auch seine Meriten hat. Aber eben andere. Was die animierten Zuh√∂rer in der Nachbereitung gerne zu seinem hochgelobten Buch Liebestod. Wagner, Verdi, Wir¬†(Verlag Hoffmann und¬†Campe) greifen l√§sst. Und er verdeutlichte vor den nicht nur darob erfreuten Zuh√∂rern immer wieder, dass es bei¬†aller Musik-, Opern-, Gesangs-¬†und Inszenierungskunst vor allem darauf ankommt, was¬†sie aktuell bei jedem einzelnen ausl√∂st. Was f√ľr ein inspirierender und auf hohem Niveau auch unterhaltsamer Abend!

 

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Prof. Dr. Holger Noltze (links) im Gespräch mit Matthias Hain   Foto: D. Schunk-Assenmacher 

 

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Nike Wagner bei uns in Bamberg 

Erstmals war Wagner-Urenkelin Nike Wagner am Samstag, 6. Februar 2016, in Bamberg zu erleben und sprach auf Einladung des Richard-Wagner-Verbands¬†¬†im vollbesetzten gro√üen VHS-Saal zum Thema Wagners Beethoven.¬†Weitere Texte und Berichte¬†zu dieser Veranstaltung finden Sie unter Presse und unter R√ľckblick.

Nike Wagner (ganz links)¬†mit Jasenka Roth, 1. Vorsitzende des RWV¬†Bamberg, Christine S√ľnkel, stellv. Leiterin der VHS Bamberg Stadt, RWV-Mitglied Christiana Schmidt und 3.¬†B√ľrgermeister Wolfgang Metzner, sowie (rechts) ein¬†Blick in den vollbesetzten Saal der Volkshochschule Bamberg Stadt¬†¬†¬† Foto: Dietlinde Schunk-Assenmacher

 

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Unsere Vortrags- bzw. Gesprächsveranstaltungen finden, wenn nicht anders angegeben, in den Seminarräumen in der 1. Etage des Hotels Bamberger Hof, Schönleinsplatz 4, statt. Der Eintritt ist frei, Gäste sind willkommen. 

(Stand: 24. 4. 2016, Terminänderungen vorbehalten) 

 

 

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Bamberger B√ľrgernadel f√ľr Ingrid Huther-Thor

F√ľr ihre besonderen Verdienste¬†um den Richard-Wagner-Verband Bamberg¬†hat Oberb√ľrgermeister Andreas Starke¬†am 24. Juli 2014 unserer langj√§hrigen Vorsitzenden Dr. Ingrid Huther-Thor die Bamberger B√ľrgernadel verliehen. Sie sorgte daf√ľr, dass der¬†vor Jahrzehnten ¬Ľeingeschlafene¬ę Verband wieder gegr√ľndet wurde und leitete ihn mit gro√üem Erfolg von 2003 bis 2013!

 

 

Nachruf 

Wir trauern¬†um unsere Ehrenmitglieder¬† Margaretha Krackhardt (1923‚Äď2013) und Rudolf Krackhardt (1925‚Äď2015).

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